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Handwerksbäckerei: 2 Bäcker kneten Bergsteigerbrote

Rituale aus dem Bäckerhandwerk

Bei Vestakorn gibt es einige feste Bräuche, die uns Rückhalt und Zusammenhalt schaffen, beides ist im Bäckerhandwerk wichtig, um konstant gute Backwaren zu produzieren. Aber auch in anderen Bereichen sind feste Bräuche bedeutend.

 

„Es muss feste Bräuche geben“ sagt der Fuchs im „Kleinen Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry.

An diese Regel des Fuchses halten wir uns auch bei Vestakorn.
Denn diese festen Bräuche schaffen Rückhalt und Zusammenhalt, beides ist im Bäckerhandwerk wichtig, um konstant gute Backwaren zu produzieren.
Aber auch in anderen Bereichen sind feste Bräuche bedeutend.

Der Fuchs erklärt feste Bräuche so:
„Das ist etwas, das einen Tag vom anderen unterscheidet, eine Stunde von der anderen Stunde.“

Feste Bräuche oder Rituale sind oft „einfach da“ ohne dass wir uns der Bedeutung bewusst sind, sie sind über viele Jahre in einer Gruppe gewachsen.
Wenn ein Ritual aber plötzlich fehlt merkt man es schnell. Denn der feste Brauch gibt uns Sicherheit und schafft Zusammenhalt; auch im Bäckerhandwerk.

Der vertraute Ablauf dieser gemeinsamen Handlung führt dazu, dass sich jeder Einzelne zugehörig und wahrgenommen fühlt.

Was ist gemeint mit „Ritual“?
Ein einfaches Beispiel für ein Ritual ist der Handschlag zur Begrüßung.
Dadurch vermitteln wir, dass wir unser Gegenüber wahrnehmen und schätzen. So wird die Barriere zweier Fremder abgebaut und wir signalisieren uns gegenseitig, dass wir miteinander kommunizieren wollen.

Das Ritual des Händedrucks vereinfacht unser Zusammenleben, denn mit dem kurzen Händedruck wird viel mehr vermittelt als Worte in den wenigen Sekunden, die ein Handschlag dauert, sagen könnten.

An diesem Beispiel wird klar, wie wichtig Rituale für uns sind.
Der Handschlag ist seit vielen Monaten nicht möglich, die Hygieneregeln verbieten es.
Eine Begrüßung führt daher regelmäßig zu einem seltsamen Moment. Ich habe dabei das Gefühl „irgendwas fehlt hier“.

Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Rückhalt in anderen festen Bräuchen finden und diese vielleicht auch bewusst pflegen.

 

Auch bei Vestakorn und im Bäckerhandwerk gibt es feste Bräuche, die unseren Zusammenhalt stärken.

Die Rituale in unserer Backstube

Unter Bäckern weit verbreitet ist das Backen von speziellen Broten zum Erntedank. Brote werden zu der Zeit gerne dekoriert, bei uns mit Ähren aus Mehl auf dem Brot.

So nehmen wir uns einmal im Jahr die Zeit, uns der Bedeutung des Brotbackens bewusst zu werden. In der täglichen Arbeit kommt man schnell in einen Trott und ist sich nicht bewusst, was alles hinter einem vollendetem Laib Brot steckt. Durch die zusätzliche Zeit zum Schmücken von Broten wird uns das bewusst.

Dabei muss nicht ausgesprochen werden oder eine Lehrstunde über die Bedeutung des Brots gehalten werden. Allein die gemeinsame Handlung des Brotdekorierens schafft Zusammenhalt und macht die Bedeutung unseres Handwerks spürbar.

Ein weiteres Ritual unserer Backstube ist das Musikhören Samstagnacht.
In dieser Nacht wird in der Backstube Musik angemacht, um während der Arbeit die Lieblingslieder von einem aus unserem Team zu hören.
Zugegeben ist das ein weitaus „einfacheres“ Ritual als das Brotschmücken zu Erntedank. Aber auch dieser feste Brauch ist uns wichtig.
So gibt es einen „besonderen“ Tag in der Backstube. Einen Tag, der den Wochenablauf klar regelt.
Das sorgt regelmäßig für gute Stimmung und Zusammenhalt in der Backstube.
Und das schmeckt man auch, denn ‚Froher Mut, backet gut!

Das Ritual von Brot & Salz zum Einzug

Ein bekanntes Ritual in Verbindung mit dem Bäckerhandwerk ist das Schenken von Brot und Salz.
Besonders bei Umzügen gehört es zum festen Brauch den Neueingezogenen Brot, Salz und vielleicht auch einen Glückscent zu schenken.

Der Ursprung dieses Brauchs liegt im Mittelalter, als Salz ein Luxusgut war und das Brot das wichtigste Lebensmittel. Damals war beides also durchaus ein wertvolles Geschenk.
In der heutigen Zeit würde sich kaum jemand darüber freuen, wenn er nicht die Symbolik dahinter kennt. Brot und Salz dienen als Ausdruck des Wunsches nach Wohlergehen und Glück für die Beschenkten.
Verbunden mit diesem Wunsch hat das Geschenk einen viel höheren Wert und macht dieses Brot und Salz ganz besonders.

So sind es diese kleinen, fest definierten Handlungen, die unserer Gemeinschaft Rückhalt geben.
Gerade in dieser unruhigen Zeit, ist es schön sich dem Zusammenhalt bewusst zu werden, den solche festen Bräuche erschaffen.
In der Backstube helfen uns diese Rituale sehr. Gleiches wünschen wir Ihnen auch!

Gibt es feste Bräuche, die Sie mit Brot verbinden?   

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